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Die Aushärtungsverfahren beim Schlauchlining

Einsatz von Dampf und Warmwasser verkürzt die Kanalsanierung

Ist der mit Harz getränkte Schlauchliner bei der geschlossenen Bauweise im Zuge der Kanalsanierung in das sanierungsbedürftige Rohr eingezogen und an der passenden Stelle platziert, muss das Reparaturmaterial nur noch zu einem neuen Rohr im Rohr aushärten. Ist das geschafft, ist der Kanal saniert und wieder voll belastbar. Bei den Aushärtungsverfahren beim Schlauchlining unterscheidet man das Warmwasserverfahren, das Dampfverfahren und die Kalthärtung.

  • Warmhärtung – Aushärtung mit warmem Wasser: Bei den Schlauchlining-Verfahren, die mit Warmhärtung arbeiten, wird der Prozess der Aushärtung des Harzsystems durch die Wärme von heißem Wasser ausgelöst, bzw. beschleunigt. Über mobile Heizanlagen wird das für den Einbau und das Aufstellen des Liners verwendete Wasser auf eine Reaktionstemperatur von etwa 60 bis 95 Grad gebracht und über ein eingebautes Schlauchsystem zirkuliert. Die Dauer dieses Vorganges ist abhängig von der Dimension und der Einbaulänge des Schlauchs. Vor dem eigentlichen Sanierungsablauf auf der Baustelle wird der Schlauchliner zugeschnitten und mit Harz getränkt. Ggf. wird in den schadhaften Kanal ein Folienschlauch, ein sogenannter Preliner aus Polyethylen (PE) eingebracht, der verhindert, dass noch nicht ausgehärtetes Harz mit Grundwasser in Berührung kommt. Über ein Gerüst wird der Schlauchliner ins Rohr eingeführt, ein Hilfsschlauch wird in den Liner eingeführt und mit Wasser gefüllt. Durch den so aufgebauten Wasserdruck beginnt sich der Schlauchliner in den Kanal umzustülpen. Nach Beendigung dieses Inversionsverfahrens wird heißes Wasser aus der mobilen Heizanlage durch die eingezogenen Hilfsschläuche (Heizschläuche) gepumpt. Bei mindestens 60 Grad härtet der Liner nun vier bis sechs Stunden aus, die Hilfsschläuche können anschließend entfernt werden.
  • Dampfhärtung – Aushärtung mit warmem Wasserdampf: Bei der Renovierung von defekten Abwasserkanälen und Leitungen mit dem Schlauchlining-Verfahren setzen wir von der GreAt Rohrreinigung und Kanalsanierung in der Regel auf die Aushärtung mit heißem Dampf. Nach der Inversion des Schlauchliners sind für die anschließende Dampfhärtung am Start- und Endschacht spezielle Packer bzw. Verschlussteller mit entsprechenden Anschlüssen z.B. für die Druckmessleitungen und Kondensatleitungen angebracht. Außerdem werden im Bereich des Start- und Endschachtes sowie ggf. in den Zwischenschächten Temperaturmessfühler an der tiefsten Stelle (im Sohlenbereich) des Schlauches zwischen Altrohr und Schlauch angeordnet. Nachdem der Schlauch mit Druckluft an die Altrohrwandung gepresst wurde, erfolgt die eigentliche Dampfhärtung. Der Schlauch wird mit heißen Dampf durchströmt. Wir verwenden dazu unsere dieselbetriebene Steam Box mit einer Dampfleistung von etwa 50 Kilogramm pro Stunde und einem Arbeitsdruck von acht bis zehn bar. Der moderne Dampferzeuger kann binnen weniger Minuten den Dampf auf rund 135 Grad erhitzen. Ein wichtiges Kriterium bei der Dampfhärtung ist nämlich die Dampftemperatur. Der Verlauf der Druck- und Temperaturstufen sowie deren jeweilige Dauer wird von uns dokumentiert und ist im Wesentlichen von der Wandstärke des Materials abhängig. Der Aushärteprozess gliedert sich in mehrere Phasen, in denen die Dampftemperatur gesteuert wird. Nach Beendigung der Nachhärtephase kühlt der Liner langsam wieder ab.
  • Kalthärtung: Bei der Kalthärtung wird der Schlauchliner nach der Inversion ins zu reparierende Rohr mittels Druckluft aufgeweitet und an die Innenwand des Altrohrs gepresst, die Aushärtung des Harzes erfolgt unter Ausnutzung der Umgebungstemperatur. Dieser Prozess dauert erheblich länger als die Härtung mit Warmwasser oder Wasserdampf, so dass sie kaum noch Anwendung findet.