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Die Aushärtung mit Dampf

Innovatives Dampf-Aushärtungsverfahren sorgt für schnelle Sanierung

Bei der Kanalsanierung in geschlossener Bauweise setzt man seit fünf Jahrzehnten auf Schlauchliner - also mit Reaktionsharz getränkte Gewebeschläuche. Sie werden in das Altrohr eingezogen (Einziehverfahren) oder eingekrempelt (Inversionsverfahren). Ist der mit Kleber getränkte Gewebeschlauch passend zugeschnitten und wird bei der grabenlosen Kanalsanierung in das schadhafte Rohr eingebracht, muss der Schlauchliner nur noch zu einem neuen Innenrohr aushärten. Anschließend ist der Kanal repariert und wieder voll belastbar. Bei den Aushärtungsverfahren von Linern unterscheidet man das Aushärten mit Dampf, die Kalthärtung und das Aushärtungsverfahren mit Warmwasser.

Dampfhärtung beschleunigt die Kanalsanierung

Einer der großen Vorteile des Schlauchlinings ist die Zeitersparnis bei der Sanierung: Auf aufwendige Grabungsarbeiten kann verzichtet werden, die Kanalsanierung kann binnen eines Tages abgeschlossen werden. Diese Schnelligkeit ist auch auf moderne Verfahren bei der Aushärtung der Reaktionsharze zurückzuführen. Als solche sind besonders zu nennen: Die Aushärtung mit Dampf und mit warmem Wasser. Beides wird mit einem Hilfsschlauch durch den Inliner geführt.

Heißer Wasserdampf sorgt für schnelle Aushärtung des Schlauchliners

Beim Schlauchlining mit Wasserdampf wird der Prozess der Aushärtung der Epoxidharze in dem Gewebeschlauch durch die Wärme des Dampfes ausgelöst, bzw. beschleunigt. Die Wärme verkürzt den Prozess der Aushärtung, so dass man heute fast nur noch mit heißem Dampf oder Warmwasser arbeitet und nur noch selten auf die Kalthärtung zurückgreift. Die Renovierung von defekten Abwasserkanälen bzw. Leitungen unter Aushärtung mit heißen Dampf wird im Nennweitenbereich DN 100 bis DN 450 durchgeführt. Für die Inversion der Schläuche wird eine sogenannte Drucktrommel verwendet. Der Schlauch wird im umgekrempelten Zustand auf einen Kern in der Trommel aufgewickelt. Die Drucktrommel wird an einen Kompressor angeschlossen und der Schlauch durch Druckluft in den Kanal inversiert. Hier finden Sie Informationen zum Baustellenablauf und ein Praxisbeispiel.

Regulierung der Dampftemperatur ist für Aushärtung entscheidend

Für die Dampfhärtung sind am Start- und Endschacht spezielle Packer bzw. Verschlussteller mit entsprechenden Anschlüssen für die Druckmessleitungen und Kondensatleitungen verbaut. Außerdem sind im Bereich des Start- und Endschachtes sowie ggf. in den Zwischenschächten Temperaturmessfühler an der tiefsten Stelle (im Sohlenbereich) des Schlauches zwischen Altrohr und Schlauch angeordnet. Nachdem der Schlauch mit Druckluft von etwa 0,4 bar – das ist abhängig von Nennweite und Verfahren - an die Altrohrwandung gepresst ist, erfolgt die eigentliche Dampfhärtung. Der Schlauch wird mit heißen Dampf durchströmt. Dazu wird der Dampfdruck genauestens überwacht. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Dampftemperatur. Der Verlauf der Druck- und Temperaturstufen sowie deren jeweilige Dauer werden von uns dokumentiert und sind im Wesentlichen von der Wandstärke des Materials abhängig.

Dieselbetriebenes modernes Gerät zur Dampfhärtung von Schlauchlinern

Wir von der GreAt Rohrreinigung und Kanalsanierung verwenden die Steam Box, einen dieselbetriebenen Dampferzeuger zur schnellen und effizienten Aushärtung von Inlinern. Bei einer Dampfleistung von 50 Kilogramm pro Stunde und einem Arbeitsdruck von 8 – 10 bar erhitzt das moderne Gerät binnen weniger Minuten den Dampf auf bis zu 135 Grad. Das Gerät ist mobil und flexibel und verfügt über zwei zehn Meter lange Dampfschläuche. Der Aushärteprozess mit Wasserdampf gliedert sich in mehrere Phasen, in denen wir die Dampftemperatur genauestens steuern und Dampfeintrittstemperaturen zwischen 60 und etwa 115 Grad erzeugen. Nach Abschluss der sogenannten Nachhärtephase wird der Liner langsam wieder abgekühlt. Vor dem Entfernen der Packer überprüfen wir, ob das entstandene Kondensat ausreichend abgeführt wurde, um sicherzustellen, dass der Liner in allen Bereichen genügend aushärten konnte. Ist das nicht der Fall, wird die Dampftemperatur wieder entsprechend erhöht und der Liner erneut ausgehärtet.