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Die Aushärtung mit Warmwasser

Modernes Aushärtungsverfahren beschleunigt die Kanalsanierung

Bei der Kanalsanierung in geschlossener Bauweise setzen moderne Verfahren auf Schlauchliner - also mit Reaktionsharz getränkte Gewebeschläuche - die in das defekte Rohr eingezogen oder eingekrempelt werden. Ist der mit Harz getränkte Gewebeschlauch passend zugeschnitten und bei der grabenlosen Kanalsanierung in das zu sanierende Rohr eingebracht und an der defekten Stelle platziert worden, muss der Liner nur noch zu einem neuen stabilen Innenrohr aushärten. Danach ist der reparierte Kanal wieder voll belastbar. Bei den Aushärtungsverfahren von Schlauchlinern unterscheidet man das Dampfverfahren, die Kalthärtung und das Aushärtungsverfahren mit Warmwasser.

Abschließende Warmwasserhärtung verkürzt die Rohrsanierung

Einer der großen Vorteile des Schlauchlinings ist die Zeitersparnis des Verfahrens: Man kann auf aufwendige Grabungsarbeiten verzichten, die Kanalreparatur, bzw. Kanalsanierung kann binnen weniger Stunden abgeschlossen werden. Diese Schnelligkeit ist auch auf beschleunigte Verfahren bei der Aushärtung der Reaktionsharze zurückzuführen. Moderne Aushärtungsverfahren, die für ein zügiges Vorgehen auf der Baustelle sorgen, sind die Aushärtung mit Dampf und mit warmem Wasser. Beides wird mit einem Hilfsschlauch durch den Inliner geführt.

Warmes Wasser sorgt für schnelle Aushärtung des Schlauchliners

Beim Schlauchlining, das mit Warmhärtung arbeitet, wird der Prozess der Aushärtung der Epoxidharze in dem Gewebeschlauch durch die Wärme von heißem Wasser ausgelöst, bzw. beschleunigt. Die Wärme begünstigt den Prozess der Aushärtung, so dass man heute fast nur noch mit warmem Wasser oder heißem Dampf (Dampfhärtung) arbeitet und nur noch selten auf die Kalthärtung bei Umgebungstemperatur zurückgreift. Über mobile Heizanlagen wird das für den Einbau und das Aufstellen des Liners verwendete Wasser auf eine Reaktionstemperatur von etwa 60 bis 95 Grad erwärmt. Es zirkuliert über ein eingebautes Schlauchsystem. Abhängig von der Dimension und der Einbaulänge des Schlauchs ist die Dauer dieses Vorgangs. Sie liegt bei wenigen Stunden.

Moderne Kanalsanierung setzt auf Warmwasserhärtung

Bevor der Schlauchliner aber aushärten kann, muss er zunächst einmal zugeschnitten, mit Harz getränkt und mithilfe des Inversionsverfahrens oder des Einzugsverfahrens ins Rohr eingeführt werden. Hier finden Sie Informationen zum Baustellenablauf und ein Praxisbeispiel. Manchmal wird in den schadhaften Kanal ein Folienschlauch, ein sogenannter Preliner aus Polyethylen (PE) eingebracht, der verhindert, dass noch nicht ausgehärtetes Harz mit Grundwasser in Berührung kommt. Der Schlauchliner wird dort, wo er ins Rohr eingeführt wird, mithilfe eines Hilfsschlauchs verlängert. Sitzt er schließlich an der richtigen Stelle, muss er nur noch ins Rohr eingekrempelt werden und an Ort und Stelle aushärten. Dazu wird der Hilfsschlauch mit Wasser gefüllt.

Wasserdruck bringt den Schlauchliner in Form, Wärme lässt ihn aushärten

Durch den so aufgebauten Wasserdruck beginnt sich der Schlauchliner in den Kanal umzustülpen. Für die Sicherstellung dieses Inversionsprozesses muss die Wassersäule durch Wasserzufuhr konstant gehalten werden. Der Wasserdruck von mindestens 0,5 bar bewirkt, dass der Schlauch kontinuierlich an die Rohrwandung gepresst und die Verdichtung des Materials gewährleistet ist. Nach Beendigung der Inversion wird heißes Wasser aus der mobilen Heizanlage durch die bei der Inversion mit eingezogenen Heizschläuche gepumpt. Im Startschacht befindet sich ein Saugschlauch, um das kalte Wasser in die Heizanlage zu pumpen. So wird ein Kreislauf aufgebaut, der während der gesamten Aushärtezeit bestehen bleibt. Das Wasser wird auf mindestens 60 Grad erwärmt, damit das Harz aushärtet. Diese Temperatur muss – abhängig von Nennweite und Wanddicke - ca. vier bis sechs Stunden aufrechterhalten werden. Ist die Aushärtung mit Warmwasser beendet, muss das Wasser langsam auf eine Umgebungstemperatur von ca. 20 bis 25 Grad abgekühlt werden, um entstehende Spannungen im ausgehärteten Rohr zu reduzieren.