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Das Inversionsverfahren bei der Kanalsanierung

Mit Druckluft wird der Inliner ins Rohr gekrempelt

Es gibt verschiedene Verfahren für eine grabenlose Kanalsanierung in geschlossener Bauweise. Diese verschiedenen Schlauchliner-Verfahren haben alle gemeinsam, dass auf ein Ausgraben oder Freilegen der defekten Kanalisationsrohre verzichtet werden kann. Das spart Zeit und bares Geld. Die Unterschiede in den Schlauchliner-Verfahren liegen neben der Einbaumethode aber auch in den eingesetzten Materialien und im System der Aushärtung der Reaktionsharze. Große Unterschiede bestehen zunächst vor allem in der Vorgehensweise, wie die mit Harz getränkten Schlauchliner im Rahmen der Kanalsanierung in das beschädigte Rohr eingesetzt werden können.

Bei den Einbauverfahren unterscheidet man das Inversionsverfahren, das Einziehverfahren und eine Kombination der beiden Methoden. Auch bei den Verfahren zur Aushärtung der zuvor mit Harz getränkten und an die richtige Position im Rohr platzierten Schlauchliner stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl: die Aushärtung mit Warmwasser, die Dampfhärtung und die Kalthärtung.

Das Inversionsverfahren ist eine bewährte Methode beim Schlauchlining

Das Inversionsverfahren leitet sich vom Begriff „Inversion“ – also Umkehrung, Umstülpung oder Umdrehung – ab. Für das zu sanierende Kanalstück wird zu Beginn aus einem zum Rohrdurchmesser passenden Gewebeschlauch die entsprechende Länge zugeschnitten. Im nächsten Arbeitsschritt wird der Schlauch - wie bei allen anderen Verfahren auch - zunächst mit dem Harz getränkt und in die Inversionstrommel eingezogen. Am vorderen Ende der Trommel befindet sich ein Kragen, an dem man den Anfang des Liners befestigt. Beim Inversionsverfahren wird der Schlauchanfang mit einer Metallschelle fest vor der Rohröffnung des zu sanierenden Kanals positioniert. Mit Druckluft, bzw. Überdruck (verfahrensbedingt zwischen 0,5 und 2 bar) wird nun der aufgerollte und getränkte Gewebeschlauch (Liner) herausgestülpt und in das Kanalrohr eingeführt und regelrecht in den Kanal umgestülpt und eingekrempelt.

Inversionsverfahren sorgt für Einkrempeln des Liners ins Rohr

Durch die Druckluft wird der Liner immer weiter in das Rohr hineingepresst, sogar um 90 Grad-Bögen herum und über unterschiedliche Rohrdurchmesser hinweg. Am Ende des Prozesses ist ein neuer, durchgängiger Kunststoffschlauch ausgerollt, der nach dem Ausrollen so lange unter Druck gehalten wird, bis er zum Kunststoffrohr aushärtet. Optional besteht auch noch die Möglichkeit, den Inversionsprozess mithilfe einer Kamera zu kontrollieren und den inversierten Inliner im Blick zu behalten – auch ohne Druckverlust. Auf diese Weise kann gegebenenfalls noch korrigierend eingegriffen werden, bevor die Aushärtung des Epoxidharzes fortgeschritten ist.

Andere Methoden ergänzen das Inversionsverfahren

Wir bei der GreAt Rohrreinigung & Kanalsanierung setzen beim Schlauchlining mittels Inversionsverfahren auf das inzwischen sehr ausgereifte Verfahren der BRAWOLINER® Kanalsanierung.

Neben dem Inversionsverfahren zum Einbau des Schlauchliners ins defekte Rohr gibt es noch

  • Das Einziehverfahren: Beim Einziehverfahren wird das geharzte Schlauchmaterial mit Hilfe von Seilwinden vom Schacht aus in den zu sanierenden Kanal eingezogen. Um den Schlauch zu schützen, werden vor dem eigentlichen Einziehvorgang z.B. Gleitfolien in die Sohle des Kanals eingebaut. Anschließend wird der Schlauch mit Wasser oder Druckluft aufgestellt und gegen die Innenwand des Altrohrs gepresst.
  • Kombinierte Verfahren: Eine Kombination der Einzieh- und Inversionstechnik wird bei größeren und dickeren Schlauchlinern eingesetzt. Die eigentliche Wanddicke des Schlauchs wird geteilt und in zwei Arbeitsschritten eingebaut. Der erste Schlauch wird vom Schacht aus in den zu sanierenden Kanal eingezogen. Der zweite Schlauch wird mittels Wasserdruck in den Kanal inversiert. Dadurch werden beide Schläuche formschlüssig an die Rohrwandung gepresst.