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Schlauchlining bietet viele Vorteile

Rohr im Rohr: Innovatives Verfahren der grabenlosen Kanalsanierung

Wenn unterirdisch verlegte Rohrleitungen und Abwasserkanäle in die Jahre kommen, können sich an den Wänden der Rohre Risse bilden oder Wurzeln von Bäumen ins Rohr einwachsen. In der Folge kommt es manchmal zu Brüchen oder Verschiebungen. Als Konsequenz geht sauberes Leitungswasser auf dem Weg ins Haus verloren oder es sickert Abwasser ins Erdreich – problematisch für die Qualität des Grundwassers. Der Hausbesitzer kann für solche Umweltschäden in die Pflicht genommen werden. Nicht selten kommt es durch Rohrschäden auch zum Rückstau bis ins Haus – ärgerlich für die Bewohner. Wichtig ist es deshalb, seine Abwasserkanäle im Bedarfsfall überprüfen zu lassen und – falls erforderlich - einer gründlichen Kanalsanierung durch eine Fachfirma wie die GreAt Rohrreinigung und Kanalsanierung zu unterziehen.

In den vergangenen Jahren hat sich im Rahmen der geschlossenen Bauweise eine Methode der grabenlosen Kanalsanierung durchgesetzt, die in vielen Fällen Erfolg verspricht und viele Vorteile mit sich bringt: Das Schlauchlining.

Wie funktioniert das Schlauchlining?

Das Grundkonzept der verschiedenen Schlauchlining-Verfahren besteht darin, einen mit Harz getränkten Gewebe-Schlauch mit der Länge und dem Innendurchmesser des Altrohres durch die Einsteigeschächte in den Kanal einzuziehen oder hinein zu krempeln. Kurven oder unterschiedliche Rohrdurchmesser sind kein Hindernis, weil sich der Schlauch den wechselnden Verhältnissen anpasst, solange er noch nicht ausgehärtet ist. Innerhalb des Kanals wird der Schlauch dann durch Luft- oder Wasserdruck an die Rohrwandung gepresst und je nach Verfahren zu einem Innenrohr – einem Liner - ausgehärtet. Der kleidet das Rohr komplett aus und beseitigt somit alle bestehenden und potentiellen Schadensbilder. Zur Aushärtung wird der Schlauch mit Heißluft oder Wasserdampf gefüllt und an die Rohrinnenwand gedrückt. Dort härtet er in kürzester Zeit aus. Es entsteht ein komplett neues Rohr im Altrohr. Zuläufe oder Abzweigungen werden mit dem Fräsroboter wieder geöffnet.

Nach der DIN EN 752-5 „Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden“ entsprechen die Anforderungen an den mit Schlauchlining sanierten Kanal den Anforderungen an ein neues System. Der Kanal muss betriebssicher und dicht gegen Abwasser sein, er muss eine hydraulisch ausreichende Leistungsfähigkeit besitzen sowie gegen Abrieb und Hochdruckreinigung resistent sein. Auch die statischen Belastungen müssen eingehalten werden.

Verfahren der Schlauchinstallation beim Schlauchlining
Die Unterschiede der Schlauchliner-Verfahren zur Renovierung von unterirdisch verlegter Abwasser-Infrastruktur liegen im Wesentlichen in den zum Einsatz kommenden Materialien, dem Einbau (nämlich dem Verfahren der Schlauchinstallation) und den verschiedenen Aushärtungsverfahren der Reaktionsharze. Man unterscheidet verschiedene Verfahren der Schlauchinstallation:

  • Inversionsverfahren: Das Inversionsverfahren nennt man auch Umstülpverfahren. Dabei wird der Schlauchanfang mit einem Stahlbogen oder -kragen im Schacht vor der Rohröffnung des defekten Kanals angebracht. Mit Hilfe von Überdruck wird das geharzte Schlauchmaterial kontinuierlich mit einer Inversionstrommel durch Wasserdruck bzw. Druckluft in den Kanal eingekrempelt. Nach Aushärten des Harzes entsteht ein komplett neues Innenrohr im Altrohr.
  • Einziehverfahren: Das Einziehverfahren beruht auf der Vorgehensweise, das geharzte Schlauchmaterial mittels Seilwinden vom Schacht aus in den zu sanierenden Kanal einzuziehen. Um den Schlauch zu schützen, werden vorher Gleitfolien in die Sohle des Kanals eingebaut. Anschließend wird der Schlauch mit Wasser oder Druckluft aufgestellt und gegen die Wandung des Altrohrs gepresst.
  • Kombinationsverfahren: Zusätzlich zu Einzieh- und Inversionsverfahren gibt es auch noch eine Kombination der beiden Vorgehensweisen. Eine Kombination der Einzieh- und Inversionstechnik wird bei größeren und dickeren Schlauchlinern angewandt. Die eigentliche Wanddicke des Schlauchs wird geteilt und in zwei Arbeitsschritten eingebaut. Der erste Schlauch wird vom Schacht in den zu sanierenden Kanal eingezogen. Der zweite Schlauch wird mittels Wasserdruck in den Kanal eingebracht. Dadurch werden beide Schläuche formschlüssig an die Rohrwandung gepresst.

Die Vorteile des Schlauchlinings in geschlossener Bauweise:

  • Wände, Fliesen, gepflasterte Flächen, Straßen und Vorgärten bleiben unversehrt
  • Deutlich geringere Kosten im Vergleich zur offenen Bauweise
  • Eine saubere und schnelle Sanierung erfolgt innerhalb weniger Stunden
  • Geringe Belästigung durch Schmutz und Lärm
  • Hohe Haltbarkeit und Gewährleistung von mehreren Jahrzehnten
  • Effektiver Schutz vor Wurzeleinwuchs
  • Auch potentielle Schäden werden dauerhaft beseitigt
  • Vielseitig anwendbar für Fallleitungen, Abwasserrohre, Zuflussrohre – horizontal oder vertikal verlegt.
  • Große Variationsbreite von Durchmesser DN 50 bis DN 350.